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Gesangverein Concordia von 1859 Ronnenberg
singt am Sonnabend, 2. November 1991 im Gemeinschaftshaus ein "Buntes Herbstkonzert"

Ausschnitte aus:
Landkreis- Zeitung- West 5. November 1991
Videoausschnitt von diesem Konzert


Die Turmbläser aus Ronneburg glänzen in ihren historischen Kostümen

Concordias Herbstkonzert mit Klassikern und modernen Evergreens
Ronneburger Turmbläser begeistern nicht nur optisch
Ronnenberg (kasch). Wirklich farbig war das „Bunte Herbstkonzert“, das der Gesangverein Concordia von 1859 zusammengestellt hatte. Dazu trug nicht nur die Programmzusammenstellung bei, die von echten Klassikern bis zu modernen Evergreens reichte: Die Turmbläser aus der Partnerstadt Ronneburg fügten sich vor dem roten Samtvorhang im Gemeinschaftshaus zu einem farbenprächtigen Bild. In ihren historischen Kostümen mit Troddeln, Borten und Federhüten waren die sechs Blechbläser ein interessanter Anblick, abgesehen von der akustischen Abwechslung, die sie boten.
Chorleiter Detlef Nietsch hatte seinen Männerchor gut in den Dirigentenhänden. Großen Wert legte er auf deutliche Artikulation und musikalische Dynamik. Mild stimmte Concordia den Abend mit „Die Nacht“ von Franz Abt ein. Ernst ging es auch weiter im Programm mit Liedern von Mozart, Schubert und Beethoven, bis die Turmbläser die Männerkehlen für ein erstes Intermezzo ablösten. Schwungvoll trugen die Ronneburger einige Stücke barocker Meister vor, was das Ronnenberger Publikum mit lautem Beifall dankte.
Lockerer als zuvor machte sich dann Concordia daran, einige Volksweisen zu interpretieren. Besonders angenehm fiel die „Legende von den zwölf Räubern“ auf, eine russische Volksweise, bei der Julius Naß mutig die Strophen in den Saal schmetterte, während seine Sangesbrüder gefühlvoll im Hintergrund summten. Mit Auszügen aus einem Trompetenkonzert führte der jüngste Turmbläser die Ronnenberger anschließend in die Musikwelt Joseph Haydns, wobei der rotweiß bestrumpfte Jüngling durch sehr saubere Intonation glänzte.
Dem Liebestraum von Franz Liszt widmete sich vor der Pause eine weitere Musikerin aus der ehemaligen DDR. Kirsten Wezel von der Hochschule für Musik aus Weimar gab sich aber etwas verhalten bei dem romantischen Werk. Ein bißchen unterschiedliche Vorstellungen hatten Chorleiter Detlef Nietsch und die Pianistin von Webers Jägerchor, was das Zuhören nicht unbedingt erleichterte. Verdis Gefangenenchor aus Nabucco gelang da weitaus besser.
Mit moderneren Klängen empfing Concordia die Konzertgäste nach der Pause. Nach einigen frischen Weisen stimmten die Turmbläser mit ruhigeren Stücken zur Nacht ein. Auch Kirsten Wezel spielte mit der Harfenetude von Frädäric Chopin eine eher verträumte Komposition. Concordia führte da anderes im Schilde. Mit einigen Schlagern, beispielsweise von der „Kleinen Kneipe“ und den roten Lippen, die man küssen solle, verwies der Männerchor auf ganz andere Seiten, die man an solch einem Sonnabend auch noch aufziehen könne.

Eine bunte Liedermischung präsentierte der Gesangverein Concordia unter der Leitung von Detlef Nietsch

Gesangverein Concordia von 1859 Ronnenberg
singt am Sonnabend, 2. November 1991 im Gemeinschaftshaus ein "Buntes Herbstkonzert"